Rund ein Viertel aller Heizkessel in deutschen Kellern ist älter als 20 Jahre und damit technisch überholt und energetisch ineffizient, mahnt Helmut Jäger vom Solarheizsystemhersteller Solvis. Wer seine Altanlage austauschen möchte, wird allerdings finanziell gefördert. Der so genannte Kesseltauschbonus, der zum Jahresende 2009 zunächst gestrichen wurde, wird nun doch noch im Jahr 2010 fortgeführt - allerdings haben sich die Fördersätze und -bedingungen geändert: In diesem Jahr bekommen Modernisierer einen Zuschuss von 400 Euro, wenn sie ihren alten Heizkessel gegen einen modernen austauschen und zusätzlich Solarkollektoren zur Brauchwassererwärmung und - ab 2010 bindend - Heizungsunterstützung montieren. Bisher betrug der Zuschuss 750 Euro.
Neue Bedingungen für KfW-Zuschüsse
Auch bei den KfW-Programmen stehen Änderungen an: Die Förderbedingungen innerhalb des Programms "Energieeffizient Sanieren - Sonderförderung" werden zum 1. April 2010 verschärft. Bis dahin werden allerdings noch Einzelmaßnahmen, die die Effizienz steigern, finanziell gefördert. Hierzu zählt beispielsweise der Einbau einer Hocheffizienzpumpe für die Heizung oder der Einbau von regelbaren Thermostatventilen. Hierfür gibt es einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der Investitionskosten, mindestens aber 100 Euro.
Heizungs-Check nötig
Ab Anfang April gibt es dann nur noch einen 25-Prozent-Zuschuss für Investitionen ab 600 Euro. Außerdem werden keine Einzelmaßnahmen mehr gefördert: Ein hydraulischer Abgleich, der die Voraussetzung für eine optimale Steuerung ist, wird obligatorisch. Außerdem ist ein Fachhandwerker Heizungs-Check zu beauftragen. Alle effizienzverbessernden Maßnahmen wie Pumpenaustausch oder neue Ventile müssen erfolgen, um in den Genuss der Förderung zu kommen, berichtet die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft.
06.03.2010, Quelle: Immowelt AG vom: Freitag, 5. März 2010 Foto: Fotolia/Sergej Toporkov
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